Fallbeispiele
können demonstrieren, welche Möglichkeiten die Homöopathie
bietet. Zudem kann man anhand von Beispielen aus der praktischen Arbeit
von Homöopathen einen Eindruck von der Vorgehensweise der Homöopathie
gewinnen.
Zunächst finden Sie hier hauptsächlich Fälle aus der
älteren Literatur - die Behandlungsweise in der Homöopathie
hat sich in den 200 Jahren ihres Bestehens jedoch nicht wirklich verändert.
Eine Krankheit, die damals z. B. Belladonna erforderte, wird heute
ebenso mit Belladonna geheilt werden. Diagnosen habe ich nur hinzugefügt,
wenn sie vom jeweiligen Autor selbst genannt wurden.
Sämtliche hier vorgestellten Fälle dienen nur als Beispiele
und sind keine Anleitung zur Selbstbehandlung und wollen nicht dazu
animieren! Davon kann man nur abraten. Selbst wenn Sie einzelne Symptome
als zutreffend erkennen, so kann für die Behandlung ein ganz
anderes Medikament nötig sein als das angegebene.
Für eine Behandlung sollte man immer einen in der Homöopathie
ausgebildeten Heilpraktiker oder Arzt konsultieren.
Dr. med. Jens Wurster: Die
homöopathische Behandlung und Heilung von Krebs und metastasierter
Tumore.
Besonders
bei schweren Krankheiten kann man sehen, was eine Therapiemethode
zu leisten vermag. Daß man mit Homöopathie auch so schwere
Krankheiten wie Krebs behandeln kann, wissen viele Menschen gar nicht.
Zudem kann eine homöopathische Behandlung auch begleitend zu
Chemotherapie und Bestrahlung hilfreich sein.
Dr. Wurster hat ein Buch
zum Thema der homöopathischen Krebsbehandlung geschrieben, in
dem er neben einer Einführung in Behandlungskonzepte 12 geheilte
Fälle dokumentiert hat. Er arbeitet seit 8 Jahren in der von
Dr. Dario Spinedi geleiteten Clinica St. Croce im Tessin und gibt
nach der Behandlung von ca. 500 eigenen Patienten in diesem Buch seine
Erfahrungen weiter. Man kann dem Buch
aus dem Irl Verlag nur aufgeschlossene und vorurteilsfreie Leser
und weite Verbreitung wünschen! Hier wird ein Fall aus dem Buch
gezeigt, damit Sie eine Vorstellung davon bekommen können, was
mit Homöopathie möglich ist.
Dr. med. Samuel Hahnemann (1755-1843)
1. Magenbeschwerden einer Lohnwäscherin
2. Akute Magenbeschwerden mit Schwindel, Übelkeit, Erbrechen
und
Aufstoßen.
[Samuel Hahnemann, Reine Arzneimittellehre,
Band 2, 3. Auflage, 1833, S. 417-461 und Vorerinnerung, S. 31ff]
Zwei Fälle des Begründers der Homöopathie. Hahnemann
dürfte übrigens einer der ersten Ärzte überhaupt
gewesen sein, der seine Fallgeschichten sorgfältig dokumentierte
und dies auch von anderen forderte - heute eine Selbstverständlichkeit!
Im Robert-Bosch-Institut für Medizingeschichte werden zahlreiche
solcher Krankenjournale von Hahnemann aufbewahrt und auch nach und
nach veröffentlicht.
Hahnemann stellt hier die Symptome der Kranken den Symptomen gegenüber,
die durch Bryonia alba (Zaunrebe) bzw. Pulsatilla pratensis (Küchenschelle)
in der Arzneimittelprüfung bei Gesunden hervorgerufen wurden.
Gewinnen Sie einen Eindruck davon, wie man in der Homöopathie
zur Verschreibung von Arzneimitteln vorgeht - hier demonstriert anhand
von zwei akuten Krankheiten.
Da es sich hier um Fallbeispiele aus der Frühzeit der Homöopathie
handelt, verschreibt er hier der Wäscherin noch einen ganzen
Tropfen des ähnlichsten Mittels - also ohne Potenzierung!
Akute Magen-Erkrankung (Bryonia
alba)
Magenbeschwerden (Pulsatilla
pratensis)
G.H.G. Jahr (1801-1875)
Selbstbehandlung eines zunächst schmerzlosen Durchfalls
Jahr plädiert hier für eine einzige Gabe
einer passenden Arznei, die normalerweise auch eine Besserung bringt.
Lesen Sie selbst...
Selbstbehandlung bei Durchfall
(Ipecacuanha) N
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Dr. med. E. B. Nash (1838-1917)
Akute Magen-Darm-Erkrankung
[Arzneimittelbeschreibung
von Colchicum autumnale in "Leaders in homoeopathic Therapeutics,
1898]
Dr. med. E. B. Nash stellt hier den Wert subjektiver Empfindungen
für die Wahl eines homöopathisches Arzneimittel dar und
beschreibt seine erste eigene Erfahrung mit einer Hochpotenz (C 200),
die er nur deshalb widerwillig einsetzte, weil ihm diese Arznei nur
in dieser Form zur Verfügung stand. Das Ergebnis überraschte
ihn selbst und veranlaßte ihn zu weiteren Versuchen.
Akute Magen-Darm-Erkrankung
(Colchicum autumnale)
Clemens von Bönninghausen (1785-1864)
Rheumatische Schmerzen v. a. des rechten Unterschenkels
[Aus dem Vorwort zu seinem
Repertorium "Therapeutisches Taschenbuch", Münster,
1846]
1827 erkrankte Bönninghausen an der damals in aller Regel tödlich
verlaufenden Lungentuberkulose und wurde durch den homöopathischen
Arzt August Weihe geheilt. Dieses so einschneidende Erlebnis führte
ihn - ursprünglich Jurist und Botaniker - zum Studium der Homöopathie.
Er wurde zu einem der wichtigsten Schüler und Nachfolger Hahnemanns.
Ein Fall von Rheuma (Valeriana officinalis)
Clemens von Bönninghausen (1785-1864)
Asthma bronchiale bei einem Kind
[Bönninghausen, C.: "Drei Cautelen
Hahnemanns" (Auszug aus dem Artikel der Zeitschrift "Archiv für die
homöopathische Heilkunst" (1844), Band 21, Heft 1, S. 69-113)]
Hier behandelte Bönninghausen, damals
selbst noch Neuling in der Homöopathie, das Asthma seines Sohnes
notgedrungen selbst. Diese "Selbstbehandlung" ohne ausreichende
Fachkenntnisse wäre beinahe schief gegangen, es nahm jedoch ein
gutes Ende. Lesen Sie selbst:
Asthma bronchiale (Phosphorus)
Pierre Schmidt (1894-1987)
Kleine Dosen - Große Resultate! Homöopathie für
Tiere
[Artikel in 2 Teilen, veröffentlicht
in der Zeitschrift "Homeopathic Recorder", Bd. XLIV, 1929,
(S.221-226, S.327-329). Deutsche Übersetzung von Thomas Mickler
mit freundlicher Genehmigung der "Fondation Pierre Schmidt",
St. Gallen, Schweiz]
Pierre Schmidt war ein bekannter schweizer homöopathischer Arzt,
der viel dazu beitrug, der Homöopathie Anfang des 20-sten Jahrhunderts
in Europa wieder zu einem neuen Aufschwung zu verhelfen, nachdem sie
hier nur noch wenig praktiziert worden war. Diese Fälle sind
auch insofern interessant als Tiere bekanntlich gegenüber Placebo-Wirkungen
kaum empfänglich sind, besonders dann nicht, wenn keine starke
persönliche Bindung zu ihnen besteht.
- Ausbruch von Schweinepest in einer
Schweinezucht von 120 Tieren (Aconitum napellus - Eisenhut &
Sulphur - Schwefel)
- Satyriasis (unbeherrschbarer Sexualtrieb)
und Impotenz bei einem Zuchtbullen (Delphinium staphysagria
- Rittersporn)
- Lähmungen bei einem
Jagdhund nach Hundestaupe (Agaricus muscarius - Fliegenpilz)
G. H. G. Jahr (1800-1875)
Unerwartete Heilung einer Blutfleckenkrankheit (Werlhof-Krankheit),
berichtet 1869
[G. H. G. Jahr, Therapeutischer
Leitfaden, S. 269 f, Leipzig, 1869 (Nachdruck Bernd von der Lieth,
Verlag für homöopathische Literatur, Hamburg)]
Sehr ernster Fall, der darstellen kann, was auch im Extremfall mit
einer homöopathischen Behandlung noch möglich sein kann.
Heute wird diese Krankheit auch idiopathische thrombozytopenische
Purpura (ITP) genannt.
Fall von Morbus Werlhof
(Arsenicum album)
Diverse Fälle
Akute Mittelohrentzündung
- Otitis media acuta (Pulsatilla pratensis)
So kann die Homöopathie bei akuten alltäglichen
Krankheiten wirken.
Zuckerperlen
statt Operation (ZDF)
Beim ZDF "Heute
online" gibt es ein Video von der erfolgreichen Behandlung
einer Hirnblutung bei einem Säugling in einer Münchner Kinderklinik.
Das Vorurteil, das man manchmal noch hört, die Homöopathie
wirke nur langsam und sei damit zwar bei chronischen Krankheiten eine
Hilfe, jedoch für akute Krankheiten ungeeignet, wird auch wieder
einmal ganz praktisch widerlegt.
2 Artikel für Sie aus der alten homöopathischen Literatur:
- Aufruf Hahnemanns an
seine Kritiker, ihn zu widerlegen
- Constantin
Hering: Der Patient, der auf die richtige Diagnose wartete
© Copyrights: photo of Hahnemann
- H.I.